30 Nov 2022 Mittwoch
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Hilferuf aus dem Harz - südlicher Löschverband erneut im Einsatz PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: AZ   
Montag, den 05. September 2022 um 21:39 Uhr

2022-09-05-schierkeIn den frühen Morgenstunden des 12. August erreichte uns, neben mehreren Landkreisen des südlichen Sachsen-Anhalts, ein Hilfeersuchen des Landkreises Harz. Dort war am Vortag ein Waldbrand in einer recht unzugänglichen Höhenlage nördlich von Schierke ausgebrochen, der sich im Laufe der Nacht schnell ausbreitete und sehr schnell zu einer massiven Personal- und Kräftebindung der Feuerwehren des Harzkreises führte. Per Funkmeldeempfänger wurden gegen 05:40 Uhr die angeforderten Einsatzkräfte der Feuerwehr Halle zur Hauptwache der Berufsfeuerwehr alarmiert. Wie schon zu den zwei nur kurz zurückliegenden Waldbrandeinsätzen im brandenburgischen Beelitz und dem sächsischen Arzberg, handelte es sich wieder um eine speziell auf die Vegetationsbrandlage zusammengestellte Einheit. Schon beim Eintreffen am Sammelraum Hauptwache wurde klar, dass die Kräfte aus Halle wieder gemeinsam mit den Kräften aus den südlichen Landkreisen als schlagkräftiger Löschverband an der Einsatzstelle wirken werden. Unter Einweisung in die zu erwartende Einsatzlage im Harz, verabschiedete Feuerwehrkommandant Dr. Robert Pulz die Einsatzkräfte für einen 12-stündigen Einsatz. Nach etwa 2 Stunden Fahrt kam das hallesche Einsatzkontingent bestehend aus Einsatzleitwagen ELW 2, Einsatzleitwagen ELW 1 der Ortsfeuerwehr Büschdorf, Kommandowagen (KdoW) des Stadtwehrleiters, Tanklöschfahrzeug Vegetationsbrandbekämpfung (TLF VBBK) der Ortsfeuerwehr Kanena, Tanklöschfahrzeug (TLF 4000) der Ortsfeuerwehr Dölau, Hilfeleistungslöschgruppenfahrzeug (HLF10) der Ortsfeuerwehr Diemitz und 2 Kradmeldern aus Trotha und Büschdorf am ersten Sammelraum im Harzort Elend an. Bereits auf der Anfahrt hatten wir die Information erhalten, dass mit auffrischendem Wind im Harz zu rechnen sei. Diese Nachricht ließ bei uns nichts Gutes erahnen.

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Feuerwehr Sachsen-Anhalt hilft bei Waldbrand in Nordsachsen PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: SKJ   
Mittwoch, den 03. August 2022 um 09:36 Uhr

2022-08-03-wbsAm Freitagmorgen (29.07.2022) forderte die Gemeinde Arzberg eine Löschhilfe mit acht Tanklöschfahrzeugen (TLF) an. Das Innenministerium stimmte dem Hilfeersuchen zu und das Landesverwaltungsamt fragte die Landkreise Burgenlandkreis, Mansfeld-Südharz, Saalekreis und die Stadt Halle (Saale) an, ob kurzfristig Hilfe geleistet werden kann. Alle Angefragten erklärten sehr schnell helfen zu können und zu wollen. Gegen 12:30 Uhr trafen sich auf dem Hof der Hauptwache der Berufsfeuerwehr Halle acht Tanklöschfahrzeuge aus den benannten Landkreisen. Um die Führung effektiv gewährleisten zu können, wurden durch die Stadt Halle zusätzlich zu den zwei TLF weitere zwei Mannschaftstransportfahrzeuge (MTF) sowie ein Motorrad (Krad) entsandt. Das Krad war erst am Vortag übergeben worden. Eine Kolonne mit 10 Fahrzeugen begab sich zum Bereitstellungsraum und traf um 14:20 Uhr am Feuerwehrhaus Arzberg ein. Hier erfolgte eine ausführliche Lageeinweisung und eine Verpflegung der Einsatzkräfte. Danach wurden die Kräfte Sachsen-Anhalts zum auswärtigen Einsatzort gelotst und übernahmen hier einen Einsatzabschnitt. Dieser Abschnitt befand sich unmittelbar an der Landesgrenze zu Brandenburg und war ein ca. 100 ha großes Waldstück. Ein Großteil dessen war verbrannt, zahlreiche Glutnester waren vorhanden, der Wald qualmte „aus allen Knopflöchern“, teilweise waren noch kleinere Flammen zu verzeichnen. Ein Löschwasserbehälter mit 25 m³ Fassungsvermögen wurde ständig befüllt, ebenso stand ein weiterer Brunnen ca. 200 m entfernt am Waldrand zur Löschwasserversorgung zur Verfügung. Dem Einsatzabschnitt zugeordnet waren neben den benannten acht TLF Sachsen-Anhalts weitere drei TLF aus Sachsen, ein Flugfeldlöschfahrzeug Panther, ein Bergepanzer und ein Feuerlöschpanzer sowie zeitweise vier Wasserwerfer der Polizei. Aufgabe aller Beteiligten war es, möglichst viel Löschwasser in möglichst kurzer Zeit in den Wald einzubringen, um vorhandene Glutnester abzulöschen und ein Wiederaufflammen zu verhindern. Ein solches Wiederaufflammen hatte es einige Tage zuvor bereits durch starken Wind gegeben. Ergebnis waren hier leider mehrere verletzte Feuerwehrleute, verbrannte Ausrüstung und eine massive Vergrößerung der Brandfläche. Als Problem stellte sich mögliche Munition dar, welche sich sehr wahrscheinlich im Wald befand. Deshalb durfte der Wald nur auf den vorhandenen Wegen betreten werden bzw. von den Wegen gelöscht werden. Als sehr hilfreich erwies sich hier der Feuerlöschpanzer, welcher auch in der Fläche tätig werden konnte. Alle Beteiligten zeigten eine hervorragende Einsatzbereitschaft! Es wurden riesige Mengen Löschwasser in den Wald eingebracht. Nach und nach war ein Löscherfolg zu verzeichnen, welcher sich darin äußerte, dass Wärmebilder, welche mit einer Drohne gemacht wurden, den Löscherfolg sichtbar machten. Auch die Rauchentwicklung ging sichtbar zurück. Ein großes Lob möchten wir den Beteiligten der „Essenversorgung“ machen. Eine solche gute Versorgung hatten wir noch nicht. Es war Klasse! Auch der Ministerpräsident Sachsens, Herr Michael Kretschmer, ließ es sich nicht nehmen, sich am Samstagnachmittag in unserem Einsatzabschnitt ein Bild von der Lage zu machen. Er äußerte sich sehr lobend über die unkomplizierte länderübergreifende Hilfe und bedankte sich ausdrücklich dafür. Beeindruckt waren wir auch über die Dankbarkeit der Bevölkerung. Vielfach hingen an Gebäuden, Zäunen und Grundstücken Dankesworte an die Einsatzkräfte. So etwas macht stolz und motiviert. Nachdem der Löscherfolg sichtbar war, konnten die eingesetzten Kräfte Sachsen-Anhalts nach Entscheidung der Technischen Einsatzleitung bereits am Samstagabend nach ca. 1,5 Tagen Dauereinsatz aus dem Einsatz herausgelöst werden und die Heimfahrt antreten. Alle Kräfte trafen wohlbehalten und gesund wieder an ihren Standorten ein. Die kreisübergreifende Zusammenarbeit auf Initiative des Innenministeriums hat super funktioniert!

Wir bedanken uns bei den Kräften Sachsens für die professionelle Zusammenarbeit. Es war eine interessante Zeit, GERNE WIEDER!!

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Kräder des Katastrophenschutzes übergeben PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: SKJ   
Dienstag, den 02. August 2022 um 16:02 Uhr

2022-08-02-kradIn Auswertung vergangener Katastrophen und Großschadenslagen wurde erkannt, dass es notwendig ist, für Nachrichtenübermittlung, Botenfahrten, Lotsendienste und Erkundungsfahrten Kräder zur Verfügung zu haben. Deshalb wurden in den Nachmittagsstunden des Donnerstags, 28.07.2022, drei Kräder des Katastrophenschutzes an die Freiwilligen Feuerwehren der Stadt Halle (Saale) zur Nutzung übergeben. Die Stadt Halle (Saale) bekam diese Kräder vom Land Sachsen-Anhalt zur Verfügung gestellt. Die Stadt beschaffte die notwendige persönliche Schutzausrüstung für die Kradmelder. Die Kräder werden entsprechend des Aufstellungserlasses Katastrophenschutz den Fachdiensten Brandschutz, ABC und Führungsunterstützung zugeordnet. Sie sind in den Freiwilligen Feuerwehren Halle-Trotha, Halle-Lettin und Halle-Büschdorf stationiert. Neben dem Einsatz bei Katastrophen und Großschadenslagen können diese Kräder auch im „Tagesgeschäft“ zum Einsatz kommen, beispielsweise bei Großveranstaltungen und/oder zum schnellen Transport von Unterlagen/Informationen bei Ausfall von Telekommunikation.

Wir wünschen allen Kradmeldern stets eine unfallfreie Fahrt und viel Spaß bei der Erfüllung der neuen Aufgabe! 

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